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Engelbert Kaempfer
Arzt in Japan und Europa
Ausstellung der Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft
Der
Lemgoer Engelbert Kaempfer (1651 - 1716) erhielt seine Bedeutung hauptsächlich
durch sein erst nach dem Tode gedruckte Japan-Werk, das für mehr
als ein Jahrhundert zum Standardwerk über das noch verschlossene
Japan wurde. Der wohl gebildetste Weltreisende dieser Zeit war Arzt; diese
Ausstellung im Rahmen von "Japan in Lippe" im Gesundheits-Standort
Bad Meinberg soll Kaempfers medizinische Tätigkeiten und besonders
seine Beziehung zur japanischen Medizin vorstellen.
1674 bis 1680:
u.a. Studium der Medizin an den Universitäten Krakau und Königsberg
1683 bis 1690:
auf seiner Weltreise u.a. als Arzt in Rußland, Persien, Indien
und Java
1690 bis 1692:
im Dienst der Holländer schließlich im verschlossenen Japan;
starkes Interesse an japanischer Medizin (z.B. Akupunktur und Moxa),
Medikamenten und Heilpflanzen;
auch eigener Unterricht in Medizin;
als Arzt mit japanischen Ärzten und vor dem Herrscher Japans, dem
Shogun
1694:
nach der Rückreise medizinische Doktorarbeit an der Universität
Leiden
ab 1694:
als praktizierender Arzt in Lieme bei Lemgo
ab 1698:
Ernennung zum Leibarzt des regierenden Grafen Friedrich Adolf zur Lippe
1712:
Druck der "Amoenitates Exoticae" in Lemgo, darin einiges
Medizinisches
1727:
nach seinem Tode Druck der "History of Japan" in London,
darin auch japanische Medizin
Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft Lemgo

Von Kaempfer aus Japan mitgebrachter lackierter Behälter für
Akupunkturnadeln;
British Museum, London
Bild oben: Fiktives Portrait von Engelbert Kaempfer; Prof. Emil Schulz-Sorau
1955
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