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Im Jahr des Hahnes:
1.-4. September 2005 Horn-Bad Meinberg
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Im Feldlager der Samurai
Japan kommt an
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Lippische Landeszeitung, 06.09.05 Einfach glücklichTrommelgruppe "Tentekko" sorgt für furioses Finale der Japan-TageVon Sylvia Frevert Bad Meinberg. Trommeln macht glücklich! Tentekko, die erste deutsche Gruppe, die sich dem Taiko, dem japanischen Trommeln verschrieben hat, trat am Sonntagabend im Kurtheater in Bad Meinberg als musikalisches Highlight der Japan-Tage den Beweis dafür an. Trommeln macht glücklich - und zwar ausnahmslos alle!
Konzentration: Misako Mori von "Tentekko". Foto: Frevert Die Zuschauer zeigten ihre Begeisterung mit spontanem Beifall, Standing
Ovations und klatschen, klatschen, klatschen. Die Musiker strahlten bereits
während des Konzerts und gaben eine Zugabe nach der anderen, bevor
sie das Konzert mit einem Bad in der applaudierenden Menge abschlossen.
Und der Veranstalter? Ja, der dürfte angesichts des fast ausverkauften
Saales ebenfalls gestrahlt haben. Neun Frauen und der Quotentrommler Seit 1991 treten die neun Frauen und der "Quoten"-Trommler Peter von Lackum öffentlich auf und feierten bereits nationale und internationale Erfolge. In ihrem Konzert in der Kur-stadt zeigte die Gruppe einen Querschnitt durch das traditionelle japanische Trommeln und entführte die Zuschauer in das Reich der alten japanischen Religion. Die Trommel, der Herzschlag und die Flöte, der Atem begleiteten die Menschen in Japan durch ihr Leben. Wie in der schamanischen Tradition wurde die Trommel dazu benutzt, den Menschen auf die Reise zu schicken, die Reise zu den Göttern. Ursprünglich, mitreißend und faszinierend - so erlebten auch die Meinberger Konzertbesucher das japanische Trommeln. Sie ließen sich entführen in die bäuerlichen Feste, Tänze und Riten Japans, die stets von Trommel und Flöte begleitet wurden. Ob als Dank für eine gute Ernte oder als Bitte an die Götter um Jagderfolg oder Mut im Kampf - der Klang der Trommel rührt den Menschen an, früher, heute und sogar in einem modernen Konzertsaal auf nummerierten Sitzplätzen irgendwo in der westlichen, kopfgesteuerten Welt, die die letzten Trommeln seinerzeit mit den Germanen zu Grabe getragen hat. "Das macht richtig Spaß" - "Faszinierend, diese Gleichmäßigkeit." Aussagen wie diese von einem Publikum, das allein von der Altersstruktur her nicht facettenreicher hätte sein können, waren das größte Kompliment für die Tentekko-Gruppe um Gründerin Monika Baumgartl. Diese hielt sich dezent im Hintergrund und gab dennoch - wie der Steuermann beim Ruderboot - mit ihrer Trommel den Takt an. Auf ihr Kommando hin wurden Trommeln verschiedener Größen auf die unterschiedlichste Art und Weise bearbeitet. Der dumpfe Schlag auf den Bauch der Trommel, das helle "Klack" der Trommelstöcke - all das gepaart mit an den fernöstlichen Kampfsport erinnernder Konzentration bis hin zur Ehrfurcht erzeugte eine besondere Konzert-Stimmung, die ... ja, einfach ausnahmslos alle glücklich machte. |
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