Im Jahr des Hahnes:

1.-4. September 2005

Horn-Bad Meinberg

 

 

Aktuelles und Neues

 

 

Japan in Lippe

ist Projekt des

Japan-EU-Jahr der Begegnung 2005

Japan-EU-Jahr der Begegnung 2005

 

Lippe aktuell, 27.08.05

»Japan in Lippe« vom 1. bis 4. September in Horn-Bad Meinberg

Kulturprogramm aus Nippon

Sushi und Sashimi gehört mit zur japanischen Esskultur. Kurdirektor Wolfgang Diekmann, Fachmann Jürgen Voss, sowie Monique Glöckner. vom Kurhotel »Zum Stern« sind für die »Japan in Lippe«-Tage gut vorbereitet. Foto:Schulz

Horn-Bad Meinberg (ks). Japan ist ein Land der Extreme. Seit Jahrtausenden leben die Japaner mit Erdbeben, Tsunamis und Taifunen. Und so träumten die Menschen von einem besseren Land jenseits des Meeres. In den japanischen Mythen liegt das Paradies nicht im Himmel, sondern hinter dem Horizont. Die Japaner zogen in ferne Länder, um Wissen und Erfahrungen zu sammeln. Kein Land der Welt hat fremde Kulturen so begierig aufgesogen wie Japan. Die Insellage begünstigte gleichzeitig, dass sich Japan über Jahrhunderte in völliger Abgeschlossenheit entwickeln konnte. So entstand eine einzigartige Kultur.

Anlässlich der Veranstaltung »Japan in Lippe« präsentiert Jürgen Voss in Zusammenarbeit mit dem Kurhotel »Zum Stern« in Bad Meinberg vom 1. bis 4. September japanische Esskultur, wobei »Sushi« und »Sashimi« im Mittelpunkt stehen.

Um Sushi auf traditionelle Weise genießen zu können, benötigt man die passenden Utensilien. Da wären zunächst die Hashi, die japanischen Stäbchen. Man findet sie vor sich auf dem Tisch liegend und in der Zeit, in der man die Stäbchen nicht benutzt, legt man diese wieder parallel zur Tischkante vor sich hin. 'Zu den Stäbchen gehört ein kleines Bänkchen aus Keramik, Hashi oki, auf dem die Spitzen der Stäbchen abgelegt werden. Weiter findet man eine kleine Keramikschale, in die später die Soja-Sauce gegossen wird. Zu Beginn einer Sushi-Mahlzeit bekommt man in der Regel ein heißes Handtuch, ein Oshibori, gereicht, mit dem man sich -die Hände und das Gesicht abwischen kann.
Japanisches Sushi entwickelte sich vor einigen hundert Jahren aus einem Verfahren, frischen Fisch haltbar zu machen. Der eigentliche Ursprung dieser Methode ist allerdings nicht in Japan, sondern in anderen Regionen des südostasiatischen Raumes zu suchen. Um den frischen rohen Fisch mit Hilfe der Gärung haltbar zu machen, wurde er gesalzen und in Lagen von Reis gepresst. Mit Hilfe eines schweren Steines wurde der nötige Druck erzeugt. Noch Monate später konnte der so fermentierte Fisch gegessen werden. Der Reis wurde zunächst weggeworfen, später dann allerdings mitgegessen. Diese älteste Art der Sushi-Zubereitung gibt es heute noch und sie wird Narezushi genannt.








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